4. Station

Jesus begegnet seiner Mutter: 

Simeon sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen. (Lk 2,33–35)

 

Betrachtung: 

 

Maria steht am Rande des Geschehens. Sie muss bei all dem, was mit ihrem Sohn geschieht, zuschauen – hilflos, verzweifelt, niedergeschlagen. Eltern können oft nur zuschauen: Wenn ihre Kinder Wege gehen, die sie nicht gutheißen, wenn diese mit ihrem Leben nicht zurechtkommen, wenn sie sich vom Glauben abwenden oder wenn ihre Ehe in die Brüche geht. In diesen und ähnlichen Situationen können Eltern ihren Kindern aber vermitteln: Wir sind für dich da. Wir halten zu dir. Und können nicht auch wir Menschen in Not Bruder und Schwester und Mutter sein?